Der Lechweg: Vom Formarinsee nach Füssen 

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Übersicht:

128,4 km (Gesamtdistanz)

3.012 m (Aufstieg insgegsamt)

4.102 m (Abstieg insgegsamt)

801 m (niedrigster Punkt)

1.931 m (höchster Punkt)

Verlauf auf der Karte:

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“Von der Quelle bis zum Fall” – so der Slogan des Lechwegs, auf dem ich im August 2019 gewandert bin. Die Lechquelle findet sich an der Roten Wand, der markanten 2.704 m hohen Bergformation im Lechquellengebirge in Voralberg, nahe des Formarinsees. Dort entspringt mit dem Formarinbach der Quellfluss, der sich nach etwa zehn Kilometern mit dem Spullerbach zum Lech, einem der bedeutendsten Wildflüsse der Alpen, vereinigt. Der Lechweg führt vom Hochgebirge in Vorarlberg über alpin geprägte Regionen im Tiroler Lechtal bis ins Alpenvorland nach Füssen im Allgäu und passiert dabei eine der größten Steinbockkolonien Europas, die spektakuläre Holzgauer Hängebrücke sowie die bayerischen Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Nach etwa 125 km endet der Lechweg offiziell am Lechfall in Füssen, einem ca. 12 m hohen Stauwehr.

Der Lechweg ist gut präpariert und war der bislang am besten markierte Weitwanderweg, den ich gelaufen bin. Hier waren GPS und Kartenmaterial nicht wirklich erforderlich, die Wegmarkierungen alleine hätten ausgereicht, um vom Formarinsee bis nach Füssen zu finden. Da der Trail dem Verlauf des Lechs folgt weist er grundsätzlich eher ein leichtes Gefälle auf. Zwischendurch sind ein auch ein paar kleinere Anstiege zu bewältigen aber der Weg kann insgesamt ohne größere Schwierigkeiten begangen werden. Die Zertifizierung als “Leading Quality Trail” hat der Lechweg zurecht nicht nur wegen der exzellenten Markierung und Instandhaltung, sondern auch wegen der wunderschönen Landschaft an einem der letzten Wildflüsse Europas erhalten. Dennoch ist das Naturerlebnis natürlich auch abhängig von den Wetterverhältnissen, bei denen gewandert wird und die waren auf meiner Wanderung durchwachsen. An den beiden ersten Tagen konnte ich die alpinen Vorarlberger Landschaften bei schönstem Sommerwetter ausgiebig genießen. Bei den darauffolgenden Wandertagen wurde ich von einer Regen- und Kaltfront begleitet, die leider erst nach Beendigung meiner Wanderung wieder von sonnigen Augusttagen abgelöst wurde. Dennoch bleiben durchweg positive Eindrücke dieser bewandernswerten Landschaft von der Lechquelle bis zum Lechfall.