25,3 km (Distanz)

467 m (Aufstieg)

497 m (Abstieg)

11 m (niedrigster Punkt)

325 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Sonntag, 16.04.2017 (Ostersonntag)

Die zweite Etappe wird mich über den ersten Anstieg der Tour am Conic Hill zum Loch Lomond führen. Leider werde ich ausgerechnet bei dieser Ostersonntagswanderung von stetigem Regen begleitet, aber das tut der Schönheit der Landschaft keinen Abbruch.

Der Weg führt mich von meiner Unterkunft zum Ortsende von Drymen, wo ich zunächst, Ostersonntag hin oder her,  von einem Fahrzeug der Müllabfuhr überholt werde. Der Müllmann spricht mich auf die Wanderung an und berichtet, dass er den West Highland Way vor Jahren auch schon gelaufen sei und wünschte mir freundlich viel Glück. Nach wenigen Metern zweigt der Weg dann von der Straße in einen von blühendem Ginster flankierten Feldweg, der mich zum Garadhban Forest führt. Nachdem dieser durchquert ist, tauchen die Silhouette des Conic Hill und das Südufer des Loch Lomond aus dem Nebel auf. Bei zunehmendem Regen beginnt dann der Anstieg zum Conic Hill, der kurz unterhalb des Gipfels seinen Scheitelpunkt erreicht. Hier eröffnet sich von neuem der Blick auf Loch Lomond, wobei nun auch anhand der Linie der Inseln im See die geographische Grenze zwischen Lowlands und Highlands, die „Highland Boundary Fault“, erkannt werden kann.

Von hier aus geht der Weg wieder stetig bergab bis zum Örtchen Balmaha am Ufer des Loch Lomond, wo ich bei glücklicherweise wieder nachlassendem Regen eine kleine Pause am Hafen einlege. Bis zur Hälfte der Etappe am Folgetag wandere ich von nun an am Ostufer des Loch Lomond; zunächst bei Millarochy Bay an einer Bucht mit schönem Strand, im weiteren Verlauf dann durch Wälder in Ufernähe.

Der Regen hatte weiter nachgelassen als mir auf einem kurzen Wegstück am Straßenrand hinter Cashell ein aufblinkendes Fahrzeug entgegenkommt: es ist der Müllwagen vom Vormittag mit dem freundlich winkenden Müllmann! Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Etappenziel an der Rowardennan Lodge, welche malerisch mit eigenem Bootssteg direkt am Ufer des Loch Lomond liegt. Nachdem ich eingecheckt und geduscht habe kann ich feststellen, dass auch der Regen zwischenzeitlich ganz aufgehört hat und so kann ich vor dem Abendessen noch ein paar Minuten die ruhige Stimmung am Bootssteg mit der schönen Aussicht auf den Loch Lomond genießen.