35,5 km (Distanz)

862 m (Aufstieg)

1.095 m (Abstieg)

1.044 m (niedrigster Punkt)

1.512 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Montag, 03.09.2018

Heute steht mit 35,5 km eine Megaetappe auf dem Plan und so heißt es früh aufstehen und um 6:30 Uhr frühstücken. Bei Sonnenaufgang um 6:45 Uhr bin ich schon unterwegs und nähere mich dem Ortsende von Brigels. Der Weg führt zum Brigelser See, der türkisblau vor mir liegt während die Morgensonne langsam hinter den Bergen auftaucht. Hier muss ich mich erst einmal sattsehen bevor ich über die Maiensässe von Miglè talabwärts zur Liftstation Curtginet weiterlaufe. Hier sind gerade Bauarbeiten im Gang und nach dem idyllischen Start in den Tag treibt mich der Baulärm weiter, hinauf ins Val Mulin. Ich durchschreite den Tobel und gelange nach Andiast.

Am Ortsende biegt der Weg in einer langgezogenen Linkskurve ab und führt auf der linken Talseite ins tief eingeschnittene Val da Pigniu. Im Gegenhang lässt sich schon das namensgebende Dörfchen erkennen, während vor mir die Bergwelt um den Panixerpass auftaucht. Ich überquere die Brücke über den Schmuor-Bach und laufe auf der rechten Talseite zurück nach Pigniu und dann weiter, einen steilen Waldhang hinauf bis zur Alp Darpagaus. Von hier ist es nicht mehr weit bis Siat, einem schönen kleinen Dorf mit zwei hübschen Kirchen. Der Blick von hier zurück ins Vorderrheintal ist grandios und da ich gut in der Zeit liege, lege ich kurz hinter Siat eine kleine Pause ein.

Anschließend geht es durch ein Waldstück nach Ruschein und von dort auf Straßenbelag steil bergauf nach Ladir. Am Ortsende laufe ich auf einer Hochebene durch ein kurzes Waldstück bis zum Weiler Prau Davon, von wo ich auf der anderen Hangseite schon Falera und vor mir den Crap Sogn Gion erkennen kann. Über letzterem ziehen gerade dunkle Regenwolken auf und ich hoffe, verschont zu bleiben, da für heute eigentlich schönes Wetter angekündigt war. Im folgenden ausgedehnten Waldstück erwischt es mich dann doch und es beginnt ein leichter Regenschauer, so dass ich in Falera erst einmal im nächsten „Volg“ einkehre und mich mit einem Nuss- und einem Laugengipfeli sowie einer Rivella versorge. Auf der Bank vor dem Laden konsumiere ich meine Einkäufe, während der Regen wieder nachlässt. Also gehe ich weiter, werde aber auf dem Höhenweg nach Laax vom nächsten Regenschauer überrascht, der jedoch nach einigen Minuten erneut abebbt.

Ich bin zwischenzeitlich nach Laax abgestiegen und wandere weiter bis Laax Murschetg und von dort am Rande des großen Flimserwaldes bis Flims-Waldhaus. Der Weg führt mich über die Kirche St. Josef abwärts zur alten Post von 1588. Von hier sind es nur noch ein paar Meter über die Via Surpunt vorbei am Sportplatz von Flims-Waldhaus bis zu meiner Unterkunft im Hotel Surpunt. Ich bin zwar ein wenig platt, fühle mich aber trotz 35,5 km noch recht gut. Nachdem ich eingecheckt und geduscht habe mache ich anschließend einen kleinen Spaziergang durch Flims-Dorf und Flims-Waldhaus. Großen Hunger habe ich nach meiner Essenspause in Falera noch nicht und so begnüge ich mich an diesem Abend auf meinem Hotelzimmer mit meinem Trail-Mix, ein paar Crackern und einer Pepita, die ich ebenfalls im „Volg“ erstanden habe.