23,5 km (Distanz)

1.042 m (Aufstieg)

899 m (Abstieg)

932 m (niedrigster Punkt)

1.277 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Sonntag, 02.09.2018

Nach einem leckeren Frühstück mit Bircher Müsli, Bündnerfleich, Bergkäse, frischem Brot, Croissants und Marmelade breche ich gegen 8:00 Uhr morgens auf und laufe zunächst zum unteren Dorfteil von Disentis. Ich passiere das Kloster und gelange über die Fahrstraße nach Cavardiras zum Vorderrhein, dessen Verlauf ich zunächst auf einem Uferweg folge. Nach etwa 10 Minuten führt der Weg weg vom Ufer hinauf zum Weiler Disla und von dort durch ein Waldstück parallel zum Flußverlauf. Am Ende des Waldstücks biegt die Senda Sursilvana nach rechts in die Talebene von Madernal ab, um kurz vor der Rheinbrücke wieder nach links auf einen Uferweg einzuschwenken, der zum Wasserkraftwerk Russein führt.

Nachdem ich das Kraftwerk passiert habe gelange ich auf einen wunderschönen schmalen Wurzelpfad, der sich in Ufernähe durch ein altes Felssturzgebiet schlängelt. Überrascht bin ich, als ich auf diesem felsdurchsetzten Weg auf einmal von drei Mountainbikern überholt werde – Respekt wer hier mit dem Rad fährt und heil ankommt. Bis ich die Straße hinauf nach Cumpadials erreiche bin ich den Bikern jedenfalls nicht mehr begegnet und so gehe ich davon aus, dass sie sturzfrei an ihrem Ziel angekommen sind. In Cumpadials entfernt sich die Senda Sursilvana wieder vom Vorderrhein und nachdem ich den Ortskern mit alten Holzhäusern und einer netten Kirche hinter mir gelassen habe geht es über eine Fahrstraße hinauf nach Sumvigt. 

Der Weg führt weiter durch das den Ortskern von Sumvigt und von dort entlang der Fahrstraße bis Rabius. Am Ortsende zweigt die Senda Sursilvana nach links ab und führt bergauf durch ein Waldgebiet ins Val Rabius. Auf einer Höhenterrasse geht es ins Val Puntaglias oberhalb von Trun und es ergeben sich nun immer wieder schöne Ausblicke ins tiefer liegende Vorderrheintal. Es ist kurz nach 11:00 Uhr an diesem Sonntag als ich oberhalb von Trun auf einer Lichtung stehe und hier oben neben dem Läuten der Kuhglocken auch einen Bläserchoral vernehme, der von der tiefer liegenden Dorfkirche zu mir nach oben klingt. Also bleibe ich einen Moment lang andächtig stehen bevor ich meine Wanderung fortsetze und zum Weiler Cartatscha gelange. Hier zweigt der Weg nochmals nach links ab und führt serpentinenartig in einem kurzen, aber heftigen Anstieg über 100 Höhenmeter bergauf durch einen Birkenwald Richtung Val Sinzera. Oben angekommen gönne ich mir auf einer kleinen Bank im Wald auf 1.260 m erst einmal eine kurze Verschnaufpause.

Nach der kurzen Rast durchquere ich das Waldstück und gelange auf eine Naturstraße, die mich sanft bergab Richtung Schlans führt. Hier ergeben sich erneut herrliche Ausblicke zurück ins Vorderrheintal während vor mir Obersaxen auf der gegenüberliegenden Seite des Tals ins Blickfeld gerät. Auf Straßenbelag geht es weiter durch die kleinen Weiler Capeder, Gliz, Capaul und Casu bis ich zu einer alten Mühle in einem Taleinschnitt komme. Über Wiesen und durch einen lichten Laubwald geht es von hier steil ansteigend noch einmal 150 Höhenmeter bergauf bis Brigels. Hier erreiche ich meine Unterkunft im Gasthof Surselva, einem alten aber modern eingerichteten und renovierten Holzhaus. Hier ist heute Grillabend und der Chef steht bei meiner Ankunft bereits am Feuer auf der Terrasse. Ich beziehe unterdessen mein Zimmer, dusche und ruhe ein wenig aus und während die restlichen Gäste bereits den Innenraum bevölkern setze ich mich anschließend in Ruhe auf die Terrasse, lasse mir vom Meister meine Grillwurst braten und genieße mein Essen und den Ausblick auf die Surselva.