25,5 km (Distanz)

513 m (Aufstieg)

974 m (Abstieg)

561 m (niedrigster Punkt)

1.102 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Dienstag, 04.09.2018

Um 7:30 Uhr beginnt das Frühstücksbuffet im Hotel Surpunt und ich stehe pünktlich auf der Matte, um rechtzeitig in den letzten Etappentag der Senda Sursilvana zu starten. Leider muss ich feststellen, dass eine Reisegruppe aus England vom Hotelpersonal bereits vor den restlichen Hotelgästen durchgeschleust wurde und diese haben dem Buffet den Garaus gemacht. Ich kratze noch ein paar Reste zusammen und beende recht schnell mein kärgliches Mahl, während draußen die Engländer lautstark, gesättigt und offensichtlich gut gelaunt ihren Reisebus besteigen. Anschließend mache ich mich dann selbst auf den Weg, der mich zunächst zum Postplatz in Flims-Waldhaus führt. Hier beginnt der Einstieg in den auf der Schuttmasse des Flimser Bergsturzes gelegenen Großwald und der Wanderweg führt parallel zum Bewässerungskanal des Conn-Bächli zum Caumasee.

Über die Standseilbahn gelange ich zum nördlichen Ufer und umrunde anschließend den türkisfarbenen See, der idyllisch in der Waldsenke liegt. Zwischenzeitlich hat sich auch der Morgennebel gelichtet und die Wolken geben den Blick frei zum imposanten Bergpanorama mit La Siala, Ofen, Tschingelhörnern und Flimserstein. Nach einer kurzen Erfrischung geht es weiter Richtung Conn, wo ich gegen 10:00 Uhr meine „Znüni“-Pause einlege. Bei mittlerweile herrlichem Wetter lassen mich eine leckere Zwetschgenwähe und eine heiße Ovo auf der Terrasse des Restaurants Conn das Frühstücksdebakel vergessen und so kann ich anschließend ebenfalls bestens gelaunt weitergehen zur beeindruckenden Aussichtsplattform „Il spir“, die nur wenige Minuten von Conn entfernt liegt.

Ich besteige die Plattform und genieße die atemberaubenden Ausblicke in die mehrere hundert Meter unter mir liegende Ruinaulta und muss einfach mal einige Minuten hier oben bleiben und das Panorama auf mich wirken lassen. Irgendwann zieht es mich weiter talauswärts Richtung Trin Digg, ich überquere die Flem und gelange auf einen Feldweg mit einem schönen Ausblick zurück nach Flims und zum Flimserstein. In bequemer Wanderung geht es weiter durch Trin Digg und anschließend durch Wald- und Flurgebiete mit schönen Aussichten zurück ins Vorderrheintal wie auch ins Hinterrhein- und ins Safiental. 

Bei Tamins am Fuße des Calanda kommt es zum Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein und hier endet die Region Surselva. Der Wanderweg führt noch ein paar Kilometer weiter, es wird urbaner und über Felsberg erreiche ich schließlich die Ausläufer der ältesten Stadt der Schweiz, meinen Zielort Chur. Kurze Zeit später komme ich am offiziellen Endpunkt der Senda Sursilvana am Bahnhof in Chur an. Ich besorge mir meine Rückfahrkarte und es bleiben noch ein paar Minuten um in die Altstadt von Chur zu laufen, wo ich mein persönliches Tourende festlege, dann geht es zurück zum Bahnhof, wo mein Zug schon auf mich wartet …