23,6 km (Distanz)

489 m (Aufstieg)

1.397 m (Abstieg)

1.133 m (niedrigster Punkt)

2.156 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Samstag, 01.09.2018

Der Tag beginnt mit einem leckeren Frühstück mit Heidelbeer- und Fruchtquark, Croissants und frischem Brot und ich genieße die ruhige Atmosphäre in der trockenen Stube im Berggasthaus Piz Calmot, bevor ich aufbreche und mich dem Regen stelle, der vor der Tür bereits wieder niederprasselt. Angekündigt sind ganztägig geringe, aber kontinuierliche Niederschläge und so muss ich nicht warten, ob hier vielleicht gerade nur ein Regenschauer vorüberzieht – das Wetter wird heute nicht besser. Zumindest die Regenintensität lässt bereits am Aufstieg zum Pass Tiarms nach und schon bald habe ich mich an die erhöhte Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Der Blick in den Taleinschnitt Val Val ist getrübt durch die tiefhängende Wolkendecke und auch diese wird mich heute den ganzen Tag über begleiten.

Im Talgrund von Val Val überquere ich den Steg über die Aua da Val und folge dem Weg, der nun entlang der Talflanke wieder leicht ansteigt Richtung Cuolm Val. Hier suche ich vergeblich nach der vielgerühmten schönen Aussicht ins Vorderrheintal und auf den Stausee im gegenüberliegenden Val Curnera. Die mich umgebenden Wolken verhindern nicht nur meine Aussicht, sie führen auch noch dazu, dass ich meine Abzweigung verpasse und so erst einmal an der Liftstation auf der Hochebene Cuolm Val lande. Schnell bemerke ich meinen Irrtum und dank Handynavigation befinde ich mich schon bald wieder auf dem richtigen Weg hinab ins Bergdorf Milez.

Über einen Wiesenpfad steige ich weiter ab ins Val Giuv und überquere die Brücke über die Aua da Val Giuv, um anschließend über einen Bergrücken wieder knapp 150 Höhenmeter aufzusteigen. Es geht weiter durch ein Hochmoor mit Heidelbeersträuchern, bis ich einen Fichtenwald erreiche, durch den ich ins Val Milà absteige. Über eine Brücke quere ich die Aua da Milà und gehe in einem weitläufigen Bogen über das Val Strem hinab bis Sedrun. Hier finde ich einen alten Heuschober, in dem ich mich unterstellen und eine Vesperpause einlegen kann.

Gestärkt breche ich zum letzten Abschnitt auf, der zunächst über den Fußgängersteg am Bahnviadukt Bugnei zu einem bequemen Wanderweg entlang der Bahnlinie durch Felder und Waldgebiete bis Mompé Tujetsch führt. Von dort steige ich erneut ab über Segnas und den Weiler Acletta bis Disentis, das man schon von weitem am markanten Benediktinerkloster erkennen kann. Ich möchte der Klosterkirche St. Martin einen Besuch abstatten, diese ist jedoch wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. So begebe ich mich zu meiner Unterkunft, checke ein, dusche und ruhe aus und genieße zum Abendessen regionale Spezialitäten mit einer Bündner Gerstensuppe sowie Bizochels und einem kühlen Calanda.