30,8 km (Distanz)

743 m (Aufstieg)

909 m (Abstieg)

209 m (niedrigster Punkt)

416 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Donnerstag, 03.06.2021

Die heutige Etappe führt von Beaufort über Larochette zu unserer Unterkunft im Mullerthal und es muss mit Regenschauern gerechnet werden. Die Wanderung beginnt an der Burg Beaufort und führt zunächst über einen Bohlenweg zum Aleweier und von dort entlang des Halerbaachs über einen schmalen Pfad durch den Wald zum Haus Berens. Zu Beginn sieht das Wetter noch recht freundlich aus, doch als ich Larochette erreiche ist der Himmel bereits bedeckt und die Temperatur deutlich abgekühlt. Am Ortsende führt mich eine Treppe aus dem Talkessel nach oben an den Waldrand und offenbart trotz wolkenverhangenem Himmel einen schönen Blick zur Burganlage, die 50 Meter oberhalb des Tals der Weißen Ernz auf einem Sandsteinfelsen thront. Ich passiere die Nationalstraße N14 und gelange auf einen Waldweg, der sanft abfallend zum Heffinger Ortsteil Supp führt. Auf dem Weg durch den Wald werde ich bereits von den ersten Regentropfen touchiert, so dass es Zeit wird, die Regenjacke überzuziehen. Als ich am Hotel Hostellerie de la Vallée bei Supp das schützende Dach der Bäume verlasse und aus dem Wald trete hat es sich bereits richtig eingeregnet und ich befürchte, dass ich den Rest der heutigen Etappe bei diesem Wetter bestreiten muss. Es geht weiter über eine Hochfläche mit Wiesen-, Wald- und Feldwegen und nach ca. 30 Minuten merke ich, dass der Niederschlag deutlich nachgelassen hat und nur noch vereinzelte Tropfen vom Himmel fallen, bis es schließlich ganz aufhört zu regnen.

Am Ortsrand von Reuland erfährt mein heutiger Wanderplan eine kurzfristige Änderung: der vor mir liegende Trailabschnitt nach Blumenthal ist wegen Waldarbeiten gesperrt, eine Umleitung für die Mullerthalwanderer ist jedoch ausgeschildert und wie der gesamte Trail bestens markiert und präpariert. Nach kurzer Zeit treffe ich wieder auf meinen ursprünglichen Trail, der durch den Marscherwald entlang des Gluedbaach zur Felsformation „Sonnenuhr“ führt. Durch den dichten Buchenwald gelange ich in das Tal der Schwarzen Ernz, der ich in nördlicher Richtung folge; es geht über einen hölzerne Brücken, Stege und Bohlenwege bis zur Kallektuffquell. Hier führt mich eine kurzer steiler Treppenanstieg auf einen Waldweg, der mich schließlich zum Schiessentümpel im Mullerthal leitet. Das bekannte Wahrzeichen der Kleinen Luxemburger Schweiz mit dem kleinen Wasserfall mit drei Kaskaden und der darüber liegenden Rundbogenbrücke ist aufgrund des nahe gelegenen Parkplatzes immer gut besucht und so warte ich hier eine Weile, bis ich ein geeignetes Foto ohne Touristen schießen kann.

Von hier ist es nur noch ein kurzer Spaziergang vorbei an den Heringer Millen bis zum Etappenziel am „Basislager“ Le Cigalon. Das Wetter ist nun wieder stabil und auch für den folgenden Tag vielversprechend angekündigt und zum krönenden Abschluss des Tages erwartet uns heute erneut ein exzellentes Dreigangmenü im Hotelrestaurant.