31,0 km (Distanz)

659 m (Aufstieg)

669 m (Abstieg)

6 m (niedrigster Punkt)

242 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Mittwoch, 09.05.2018

„Rough day today, isn’t it?“ – So werde ich von einem irischen Arbeiter im strömenden Regen kurz hinter Waterville begrüßt. Die Wettervorhersage für diesen Mittwoch hatte den Regentag angekündigt und so bin ich bei Etappenstart bereits darauf vorbereitet. Ermuntert werde ich durch die weitere Prognose, die ab den Mittagsstunden eine Wetterbesserung mit einer Beendigung der Niederschläge und nachlassendem Wind vorhersagt und dies wird mir durch die tröstenden Worte des Arbeiters „…it’s supposed to get better…“ nochmals bestätigt. So hatte ich mich also bei starkem Wind und Dauerregen zuvor bereits in Waterville von Charlie Chaplin verabschiedet und mich in regenfester Kleidung auf den Weg Richtung Caherdaniel gemacht.

Nach Überquerung des Finglass River laufe ich zunächst auf dem Kerry Way parallel zur N70 auf unbefestigten Wegen entlang dem Farraniaragh Mountain in Richtung der südwestlichen Küste von Iveragh. Als der Weg die N70 kreuzt, liegt unter mir der Derrynane National Historic Park im Nebel und die bergabführenden Pfade des Kerry Way sind vom Regen aufgeweicht und matschig. So entschließe ich mich kurzerhand aufgrund der Wetterbedingungen die Route zu ändern und die folgenden vier Kilometer bis Caherdaniel auf der an diesem Tag wenig befahrenen N70 des Ring of Kerry zu wandern.

Nachdem sich die unter mir liegenden Nebelfelder gelichtet haben, zeigen sich ungeachtet der Wetterverhältnisse auch auf diesem Weg in der Folge immer wieder schöne Ausblicke zur Küste der Derrynane Bay. Auf der asphaltierten Straße komme ich bei Dauerregen deutlich schneller voran als auf den matschigen unbefestigten Pfaden zuvor und so erreiche ich bei zügigem Wandertempo relativ rasch und unkompliziert um die Mittagszeit mein Zwischenziel in Caherdaniel, wo es kurze Zeit später dann tatsächlich auch aufhört zu regnen.

Von Stunde zu Stunde wird das Wetter auf dem anschließendem Streckenabschnitt über die sogenannte „Butter Road“ nach Sneem besser und so entwickelt sich an diesem Tag doch noch eine schöne Wanderung auf der alten Kutschenstraße parallel zur Kenmare Bay. Bei Sonnenschein komme ich schließlich am Nachmittag in Sneem an, checke in meiner Unterkunft in der Sneem River Lodge ein und erkunde anschließend den Ort. Zum Abschluss des Tages finde ich mich in D O’Sheas Bar ein, um das erste Guinness meiner Irlandreise zu meinem Beef Burger zu genießen.