26,1 km (Distanz)

759 m (Aufstieg)

744 m (Abstieg)

3 m (niedrigster Punkt)

365 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Dienstag, 08.05.2018

Der Tag beginnt mit einem Frühstück bestehend aus Tee und Porridge sowie Toast mit Rührei und Lachs, zubereitet vom Gastgeber, dem selbsternannten „Breakfast King“. Anschließend breche ich gut gestärkt zur vierten Etappe auf, bei der ich zunächst erst einmal zurück zur Abzweigung des Kerry Way Richtung Waterville laufen muss. Von dort wird sie durch das Landesinnere über zwei Bergrücken an die Atlantikküste nach Waterville führen.

Bereits auf dem ersten Anstieg zum zweigipfligen Coomduff Hill macht ein unvorgesehener Regenschauer mit heftigen Windböen den erneuten Einsatz der Regenjacke erforderlich. Während der Regen nur von kurzer Dauer ist, begleiten mich die Windböen auf den Bergrücken fast über die gesamte Etappe und gemeinsam mit dem morastigen Boden der Wiesen und Weideflächen auf den An- und Abstiegen der jeweiligen Berggipfel führt dies zu relativ beschwerlichen Wanderbedingungen, für die man jedoch durch die ständig wechselnden schönen Ausblicke auf der Tour entschädigt wird.

Weiter geht es bergauf und bergab zu den Gipfeln von Keelnagore, Knockavohaun und Canuig und von diesem über einen Feldweg bergab in das Tal des River Inny, welches die beiden Bergrücken dieser Etappe voneinander trennt. Über die Foildrenagh Steinbrücke führt der Weg in das kleine, wie ausgestorben wirkende Örtchen Mastergeehy und von dort erneut bergauf auf den zweiten, sich von Nordost nach Südwest erstreckenden Höhenzug. Vom Gipfel des 208 m hohen Knag ist dann bei zwischenzeitlich schönem Wetter bereits das Etappenziel in Waterville an der Ballinskelligs Bay auszumachen, so dass der Abstieg zur Atlantikküste aufgrund des sich bietenden prächtigen Panoramas nochmal zur Genußwanderung wird.

In Waterville angekommen, checke ich zunächst in meiner Unterkunft im Klondyke House B&B ein und mache mich dann noch einmal auf ins etwa einen Kilometer entfernte Zentrum der Stadt bis zur Bronzeplastik von Charlie Chaplin, der in Waterville gelegentlich seine Urlaube verbracht hatte. Nach einem „pub grub“ im „The Lobster“ mit Fish & Chips und meinem neu entdeckten Lieblingsbier, einem Rebel Red Ale der Franciscan Well Brewery aus Cork, genieße ich nochmals die herrliche Abendstimmung am Strand samt Sonnenuntergang, bevor ich mich über die Uferpromenade wieder auf den Rückweg mache.