30,8 km (Distanz)

838 m (Aufstieg)

761 m (Abstieg)

455 m (niedrigster Punkt)

1.139 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Freitag, 01.06.2018

Für die „Königsetappe“ über den Brocken ist das Wetter ähnlich vorhergesagt wie für den Vortag, mit möglichen Regenschauern gegen 14:00 und 16:00 Uhr und auch geringer Gewitterwahrscheinlichkeit. Nach einem kurzen Frühstück im „Engel“ mache ich mich um kurz nach acht auf den Weg von Altenau zurück zum Dammgraben und durch die Wälder im Oberharz. Die Landschaft gleicht gelegentlich den Gegenden am Westweg im Schwarzwald, ein knappes „Moin“ zur Begrüßung durch entgegenkommende Wanderer erinnert mich jedoch gleich wieder daran, dass ich mich in Niedersachsen und nicht in Baden-Württemberg befinde.

Über schmale Pfade entlang des Dammgrabens gelange ich zur Schachtkopf-Hütte am Förster-Ludewig-Platz, wo ich eine kurze Trinkpause einlege. Im folgenden Abschnitt, der über den Magdeburger Weg nach Torfhaus führt, sind die Schäden von Sturmtief Friederike am ausgeprägtesten auf dem gesamten Trail und so sind auch immer wieder Waldarbeiter zu sehen oder zu hören. Hörbar wird ab 10:30 Uhr auch wieder das erste Donnergrollen, welches mich bis über die Torfmoore zu Beginn des Nationalparks Harz hinter Torfhaus begleitete.

Auf dem Goetheweg entlang des Abbegrabens erwischen mich gegen 11:45 Uhr die ersten Regentropfen auf der Tour, doch nach einer kurzen Pause im Wald ist der Schauer bereits wieder vorüber und ich bin weitgehend trocken geblieben. Kurze Zeit später komme ich zum Harzer Grenzweg, der parallel zur Brockenbahn führt, mit der die nichtwandernden Touristen auf den Brocken gefahren werden. Nach einem kontinuierlichen Anstieg erreiche ich schließlich selbst den Gipfel und umrunde diesen auf dem Rundwanderweg. Noch im währenden ändert sich schlagartig das Wetter, dicke Nebelschwaden hüllen den Brocken ein und heftige Windböen fegen über die Kuppe hinweg. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto und einer Gipfelbratwurst zur Stärkung mache ich mich daher wieder auf den Abstieg, da ich nicht auf der Bergkuppe in den für 14:00 Uhr angekündigten Regenschauer mit potentiellem Gewitter geraten möchte.

Auf dem Abstieg über die Brockenchaussee normalisieren sich die Wetterverhältnisse wieder, der peitschende Wind ist komplett verschwunden und der angekündigte Regen bleibt aus. So laufe ich über den Glashüttenweg duch die dichten Wälder des Harzes bis zum Ende des Nationalparks in Drei Annen Hohne, wo ich meine Unterkunft im „Kräuterhof“ beziehe.