18,6 km (Distanz)

1.391 m (Aufstieg)

768 m (Abstieg)

629 m (niedrigster Punkt)

1.268 m (höchster Punkt)

Höhenprofil (Klick zum Vergrößern):

Donnerstag, 24.08.2017

Die Etappe von Mayrhofen zum Zemmgrund unterhalb des Schlegeisspeichers gilt als eine der eher weniger attraktiven Routen auf der Alpenüberquerung und so wird sie bei der offiziellen Tour mal eben komplett übersprungen (man lässt sich „per Linienbus zum Schlegeis Speichersee auf 1.800 m Seehöhe chauffieren“). Die Anfrage nach einer Wanderroute bei meiner Unterkunft am Breitlahner war ebenfalls ernüchternd – „…Es ist durchaus wanderbar, jedoch läuft man hauptsächlich auf der Straße bzw. knapp neben der Straße. Es fährt aber auch ein Postbus zu uns.“ So liegt es nun an mir, aus dieser Pflichtetappe einen schönen Wandertag zu machen.

Das Wetter gibt sein Bestes, mich auf den Tag einzustimmen und begrüßt mich gleich am Morgen mit strahlendem Sonnenschein. Ich habe meine erstellte Route so gewählt, dass ich zunächst abseits der Zillertalstraße am Rand des Astegger Waldes bis Finkenberg wandern will. Dort trifft meine Route wieder auf die Via Alpina, der ich bis zum Etappenziel am Breitlahner entlang des Zemmbachs folgen kann wobei nur der Schlussabschnitt ab der Kaserleralm eine Wanderung auf der dort wenig befahrenen Straße erforderlich macht.

Die erste Hälfte der Wanderung bis zum Gasthof Karlsteg verläuft problemlos und ist ob des schönen Wetters  durchaus „bewandernswert“. Am Gasthof Karlsteg selbst muss ich jedoch feststellen, dass aufgrund von Bauarbeiten an der Brücke über den Zemmbach der Wanderweg über die Via Alpina gesperrt ist. Auf Nachfrage empfiehlt mir die Wirtin, den Weg auf der Zillertalstraße fortzusetzen. Beim nächsten Hof würde ich dann eine Brücke finden, über die ich wieder auf den ursprünglichen Weg gelangen könne. Nachdem sie mir viel Glück gewünscht hat mache ich mich todesmutig auf, um die in diesem Abschnitt noch vielbefahrene Straße zu bewandern. Glücklicherweise ist dieser Streckenabschnitt durch mehrere Galerien charakterisiert, die jeweils einen separaten Gehweg am Fahrbahnrand aufweisen. So versuche ich mich von den vorbeibrausenden Autos nicht beeindrucken zu lassen und erreiche nach kurzer Zeit unbeschadet die erwähnte nächste Brücke über den Zemmbach. Vorbei am dortigen Hof gelange ich über eine Kuhweide wieder auf den Wanderweg der Via Alpina.

Der sanft ansteigende Weg hält im weiteren Verlauf keine Schwierigkeiten mehr bereit und so erreiche ich über Dornauberg und die Kaserleralm schließlich mein Etappenziel am Alpengasthof Breitlahner. Dort angekommen statte ich zunächst der unmittelbar benachbarten Kapelle der Karlshütte einen Besuch ab, um für die sichere Ankunft zu danken, bevor ich mich dem Abendessen im Breitlahner mit den typischen Tiroler Spinatknödeln widme.